Berichte

In der Weihnachtsbäckerei...

 

... gibt es manche Leckerei... Ganz nach Rolf Zuckowski Manier möchten wir uns am Samstag, den 01.12.2018, ab 14 Uhr in der Küche des Pella-Gemeindehauses treffen, um gemütlich Kekse zu backen. 

                                                                                                   

 

Es ist jeder herzlich eingeladen, der bei einer Tasse Kaffee oder Tee mit gemütlicher Adventsmusik Lust hat, seine Lieblingsplätzchen zu backen. Dazu bringt jeder einfach eine kleine Menge Keksteig mit, der dann gemeinsam ausgerollt, ausgestochen und geformt wird.

 

Zum Abschluss kann jeder in seiner eigenen Dose einen bunten Mix aus Weihnachtsplätzchen mit nach Hause nehmen – sofern wir noch nicht alle Kekse an dem Nachmittag aufgegessen haben :)

 

Wir freuen uns auf einen schönen gemeinsamen Back-Nachmittag.

 

Britta Claaßen und Elisabeth Matzke

 

Weihnachtsbasteln am 15.12.2018

 

Liebe Bastelbegeisterte!

 

Am Samstag, den 15.12.2018 findet in der Stube von Elisabeth Matzke ab 15 Uhr ein Bastelnachmittag statt.

 

Jeder, der gegen einen kleinen Unkostenbeitrag zum Beispiel Weihnachts-karten oder Geschenkanhänger selbst herstellen oder noch ein kleines Letzte-Minute-Geschenk basteln möchte ist herzlich eingeladen. Elisabeth hat immer tolle Ideen, ganz viel Material und viele Tipps und Tricks auf Lager.

 

Herzliche Einladung also zum Bastelnachmittag!

 

Britta Claaßen und Elisabeth Matzke

 

Tannenbaumschmücken am 23.12.2018

 

Nach dem gelungenen Jugendkreis-Revival im letzten Jahr, möchten wir auch in diesem Jahr mit Kind und Kegel am 23.12.2018 ab 17 Uhr den Weihnachts-baum der Pella-Kirche schmücken.

 

Anschließend wird es wieder ein nettes Zusammensitzen und Klönen bei Glühwein, Kinderpunsch und Keksen im Gemeindehaus geben.

 

Selbstverständlich freuen wir uns auch über jüngere Teilnehmer, die vielleicht im letzten Jahr noch nicht dabei waren.

 

Für die „Jugendkreis-Oldies“: Britta Claaßen

 

Viele Friedenssymbole – der eine Frieden

 

Ende April ist Frieden – in Münster herrscht er überall. Die Fahnen der Stadt wehen in Gelb Rot Weiß an den mächtigen Giebelhäusern der Innen-stadt. In Domnähe sind auch die Farben des Vatikans zu sehen. Der 101. Deutsche Katholikentag kann kommen. »Suche Frieden« lautet seine Auf-forderung. Oder gibt er damit eine Suchanfrage auf?

Ein großes Geschäft am Prinzipalmarkt hat sich auf Frieden eingestellt. Im Fenster seiner Schauseite stellt es Peace of soap aus. Ein Unternehmen, das »feinste Seifen aus Berlin« liefert, fordert den Betrachter auf: »Schenken Sie Ihrer Haut Frieden. Jeden Tag.« Eben mit dieser »liebevoll von Hand hergestellten Pflanzenölseife«. Sie »reinigt sanft, duftet würzig-frisch und bildet einen herrlich cremigen Schaum«.

Es wäre nicht Frieden, würde die Wirtschaft nicht dergestalt auf die Frie-densprojekte aufspringen, die momentan die Stadt auszeichnen. Nach der alle zehn Jahre wiederkehrenden Ausstellung »Skulptur Projekte«, die den Sommer des Jahres 2017 in Münster beherrschte, herrscht nun Frieden in der Stadt.

Pünktlich zum Katholikentag macht die Wanderausstellung des Bistums Münster »Suche Frieden« Halt in der Bezirksregierung am Domplatz in Münster. 30 Fotoar-beiten sind dort zu sehen, welche die unter-schiedlichen Bedeutungsebenen des Wortes »Frieden« ansprechen.

Als Städte des Westfälischen Friedens engagieren sich Münster und Osnabrück im Eu-ropäischen Kulturerbejahr 2018 im Gemeinschaftsprojekt »Frieden.Europa«. Dazu eröffnet am 28. April »Frieden – von der Antike bis heute«, eine große Ausstellungskooperation von fünf Museen an vier Standorten in Münster. Daran beteiligt sind: Das LWL-Museum für Kunst und Kultur, das Kunstmuseum Pablo Picasso Münster, das Archäologische Museum der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU), das Bistum Münster und das Stadtmuseum Münster.

Die Werbung für den Veranstaltungsreigen »Frieden.Europa« baut auf ei-nem der wohl weltweit bekanntesten Symbole des Friedens auf: der Frie-denstaube, die einen Ölzweig im Schnabel trägt. Berühmt geworben ist die Darstellung dieses Friedenssymbols durch verschiedene Werke des spani-schen Malers Pablo Picasso (1881-1973) aus der Mitte des vergangenen Jahrhunderts. Für die Weltkongresse der kommunistisch geprägten Frie-densbewegung der damaligen Zeit entwarf Picasso Bilder und später gan-ze Plakate, mit denen zu diesen Veranstaltungen eingeladen wurde.

Um aus einem Bild, das ein Tier zeigt, ein Symbol für den äußerst viel-schichtigen Begriff Frieden zu machen, stellte Picasso die Taube so dar, als ob sie sich im Fluge befinde, und verlieh ihr damit den Anschein einer dy-namischen Bewegung. Diese Darstellungsweise konnte die Bewegung der »partisans de la paix« sich gut zueigen machen.

Die neue Friedensbewegung besonders der 1980er Jahre übernahm die-ses Symbol dynamischer Bewegung für ihre Plakate und Buttons, als bild-hafte Aufforderung sich ihr, der Friedensbewegung, anzuschließen. Diese Darstellungsweise in Weiß und Blau, bei der die Taube zum Schema redu-ziert ist, kann als die am weitesten verbreitete gelten. Sie hat einen großen Wiedererkennungseffekt; vermutlich wird jeder sie sofort als Friedenstaube lesen. Obwohl ihr der Ölzweig fehlt.

Vor Picasso war der Ölzweig das Symbol des Friedens, und nicht die Taube. Sie wurde es erst durch die weltweite Verbreitung von Picassos Plakaten.

Aus dem Altertum wird berichtet, daß der der Ölzweig in der Hand eines Gesandten das Zeichen friedlicher Absicht oder eines Friedensangebotes war. Und bis in die Gegenwart wird er als Friedenssymbol verwendet.

In der christlichen Kunst erlangt der Ölzweig Berühmtheit in der Darstellung des Endes der Sintflut (1. Mose 8). Nach vierzig Tagen ließ Noah einen Raben aus der Arche ausfliegen, »der flog immer hin und her, bis die Wasser vertrockneten auf Erden. Danach ließ er eine Taube ausfliegen, um zu erfah-ren, ob die Wasser sich verlaufen hätten auf Erden. Da aber die Taube nichts fand, wo ihr Fuß ruhen konnte, kam sie wieder zu ihm in die Arche; denn noch war Wasser auf dem ganzen Erdboden. Da tat er die Hand heraus und nahm sie zu sich in die Arche. Da harrte er noch weitere sieben Tage und ließ abermals eine Taube fliegen aus der Arche. Die kam zu ihm um die Abendzeit, und siehe, ein Ölblatt hatte sie abgebrochen und trug's in ihrem Schnabel. Da merkte Noah, daß die Wasser sich verlaufen hätten auf Erden.«

Die Taube tritt auf als Botschafterin einer guten Nachricht, sie trägt im Schnabel ein Zeichen (das Ölblatt), das dafür spricht, daß Frieden herrscht und neues Leben auf Erden möglich ist. Sie bringt aber nicht den Frieden.

Und daß sie selbst weder sanft und noch friedlich ist, war Picassos Erfah-rung. Er sagte etwa, Tauben seien habgierige und streitsüchtige Vögel; er verstünde nicht, wieso sie Friedenssymbol hatten werden können. Daß wir Tauben als charmant empfinden, stammt auch aus alter Zeit. »Das Schnä-beln der Tauben wurde als Küssen gedeutet.« Und so stand die Taube schon früh als Zeichen der Liebe. »Für Griechen und Juden war die Taube Vorbild der Lauterkeit, Wehrlosigkeit und Reinheit: Daher wird verständlich, daß Jesus dazu auffordert, ohne Falsch wie die Taube zu sein (Mt. 10,16).«*

Wenn Picasso auf einigen Bilder die Taube in den Regenbogen setzt, hat er damit zugleich ein weiteres Friedenssymbol besetzt.

Man mag fragen, ob wir eines Symboles für den Frieden bedürfen, wenn wir den Frieden in Person haben: »Denn er ist unser Friede«. (Eph. 2,14)

Alberto Kaas

 

* Peter Riede, Art. Taube, WiBiLex

Der Gedankengang, wie die nicht kenntlich gemachten Zitate, verdanken sich dieser Arbeit:

Hans-Martin Kaulbach, Picasso und die Frie-denstaube, in: Georges-Bloch-Jahrbuch des Kunstgeschichtlichen Seminars der Universität Zürich 4, 1997, S. 165–197.

 

Nachfolgende Bilder:

Links: Ölzweig

Rechts: Skulptur von Anneken Kruse

Die Reiter der Apokalypse und der Friedensreiter von Münster

 

Der Religion kann man leicht etwas in die Schuhe schieben; oder gern auch alles. Ja, es gibt religiöse Konflikte. Religionen können Auseinandersetzungen zusätzlich aufheizen. Aber nicht jeder Krieg, der dafür ausgegeben wird, ist ein Religionskrieg. Für den dreißigjährigen Krieg (1618-1648), sagt der Jenaer Historiker Georg Schmidt, war nicht der Gegensatz von Katholiken und Protestanten ausschlaggebend. »Es ging darum, wer die politische Macht im Zentrum Europas würde, die Hegemonialmacht.«

30 Jahre Krieg lassen die Handelnden erkennen, daß keine Chance besteht, ei-nen Siegfrieden zu erzielen. Der Bewußtseinswandel schließt die Erkenntnis ein: Nicht Gott oder die Religion kann für den Frieden sorgen. Für den Frieden sind wir Menschen selbst zuständig. Nur auf dem Verhandlungswege können wir unsere Ziele durchsetzen. So wird bei den Friedenverhandlungen in Münster und Osnabrück keine Konfliktpartei ausgeschlossen. Alle werden ge-hört. Und damit die Grundlage dafür geschaffen, daß alle überall die Frie-densregelungen anerkennen und durchsetzen. Der Papst verweigert dem Westfälischen Frieden seine Anerkennung. Die friedenschließenden Parteien aber haben sich zuvor dazu verpflichtet, diese Haltung auszublenden.

Der Westfälische Frieden zieht einen Schlußstrich unter die vorhergegangenen Auseinandersetzungen. Seine Lösung besteht in einer ewigen Amnestie und immerwährendem Vergessen. Die Wahrheitsfrage hat man von vornherein ausgeklammert.

Die Rechnungen schwanken, feste Zahlen kann es nicht geben: Der Krieg hat zwischen 5 und 8 Millionen Menschen das Leben gekostet, vielleicht gab es sogar 10 Millionen Tote. Die Bevölkerungsverluste werden mit 40%, die Res-sourcenverluste mit 60% beziffert. Und die Menschen, die nichts anderes als das Kriegshandwerk gelernt und ausgeübt haben? Was wird aus ihnen? Nach dem Krieg werden weiterhin Söldner gesucht oder sie werden als Sicherungs-truppen eingesetzt. 10% der Bevölkerung sind als fahrendes Volk unterwegs. — Erst um 1740 ist in Deutschland wieder der alte Bevölkerungsstand erreicht.

Paul Gerhardt setzt die Friedensnachricht in seinem Lied »Gott Lob, nun ist erschollen das edle Fried- und Freudenwort« (ELKG 392) um.       

Alberto Kaas

 

Nach Georg Schmidt (in Gesprächen mit Deutschlandfunk Kultur und Arte am 17. März 2018 in Leipzig und seinem Buch „Die Reiter der Apokalypse“. C.H. Beck Verlag, München 2018).

Verleih uns Frieden gnädiglich, Herr Gott, zu allen Zeiten…!

Im vergangenen Gemeindebrief wurde von uns der Hinweis gegeben auf ein Europaweites Glockenläuten, zu dem europaweit alle Kirchen und auch weltliche Einrichtungen, die im Besitz von Glocken sind, zu Freitag, den einundzwanzigsten September, von 18.00 bis 18.15 Uhr aufgerufen waren. Dieses Friedensläuten sollte als Erinnerung u.a. an das Ende des Ersten Weltkrieges dienen und „ein kraftvolles Signal für die Botschaft des Friedens und die Bedeutung des gemeinsamen kulturellen Erbes in Europa“ sein. So haben wir uns dieses Datum auch gemerkt. Mit nahezu zwanzig Gläubigen aus unserer Gemeinde und aus dem Bereich Amelinghausen haben wir uns spontan vor der Pella-Kirche eingefunden, um dem Friedensruf der Glocken auf dem Vorplatz oder auch bei offener Kirchentür von den Bänken aus aufmerksam zu lauschen.

Im Anschluss an das Läuten wurden wir zu einer kleinen Andacht und einem Friedensgebet von unserem Glaubensbruder und Superinten-dent in Ruhe P. Eckhard Kläs gebeten.

Als Gast war noch mit dabei der Organist der beiden Gemeinden St. Thomas in Lüneburg und St. Johannis in Scharnebeck, da er sich mit Pastor Kläs verabredet hatte, um bei dieser Gelegenheit unsere Orgel einmal kennenzulernen. Mit Freuden hat er die Orgelbegleitung wäh-rend der Andacht übernommen und war hernach begeistert von dem Klang und der umfangreichen technischen Ausgestaltung der Orgel.

Wilhelm Kruse

In den Gottesdiensten der Pella-Gemeinde Sottorf wird nach dem All-gemeinen Kirchengebet der Bittgesang „Verleih uns Frieden gnädig-lich“ angestimmt. Die Gemeinde singt die erste Strophe des unter der Nr. 139 im ELKG notierten Liedes. Immer, wenn sich Ermüdungser-scheinungen einstellen, der eine oder die andere denkt, was soll das noch? finden sich zuverlässig irgendwo auf der Welt ein Diktator, irre-geleitete Gruppen oder sonst ein Böser, welche die besten Gründe liefern die Praxis beizubehalten.

Glocken läuten für den Frieden

 

Der 21. September war der Weltfriedenstag. In ganz Europa läuteten von 18:00 bis 18:15 Uhr die Glocken, auch in Amelinghausen, auch in Pella. Glocken läu-ten, es geht um Aufmerk-samkeit wecken. Glocken läuteten schon immer zu Krieg und Frieden, bei Gefahr durch Feuer oder andere Katastrophen. Sie läuten allermeist von Kirchtürmen und sie gehören zum festen Bestand der christlichen Kultur. Sie machen auf etwas Wichtiges aufmerksam, eben auf den Frieden Gottes. Glocken rufen zum Gebet, zum Gottesdienst.

Das Evangelium von Jesus Christus bringt Frieden ins Herz, lässt in uns Ver-söhnungsbereitschaft wachsen und macht uns zu Friedensstiftern. Deshalb ist es so nötig, dass wir uns von den Glocken rufen lassen. Im Gottesdienst empfangen wir immer wieder neu den Frieden Gottes, werden im Glauben gestärkt und als Friedensbringer in die neue Woche gesandt. Die Botschaft des Friedens soll auch heute noch an die große Glocke.

Da haben wir am Weltfrie-denstag fröhlich mitge-macht - und wir sollten es Sonntag für Sonntag tun!

»Lass unsern Herzen nirgends Ruh, wo auch die Glocken erklingen.« Lass uns mit deinem Volk herzutreten zum Beten und Singen! Gnade und Friede grüße euch alle!

P. Eckhard Kläs

Unser kleines französisches Sommermärchen

 

Es war Mitte August: der erste Chorabend nach den Sommerferien. Beide Chöre übten für die Goldene Hochzeit von Heidi und Gerhard Quandt. Alle waren noch etwas im Sommermodus. Im Gemeindesaal herrsch-ten hohe Temperaturen, deshalb standen die Fenster zur Straße weit auf.

In der beginnenden Abenddämmerung steckte sich plötzlich ein Kopf durchs Fenster und fragte mit französischem Ak-zent, ob sie ein wenig zuhören dürfte: Julia aus Bordeaux, Praktikantin auf dem Bauck-hof, angelockt von unserem Posaunenspiel. Nach dem nächsten Stück, fünf Minuten vor Ende, erfuhren wir, dass Julia auch Trompete spielte. Ich bot ihr meine Trompete an und sie kam herein und spielte mit uns! Sogar die Griffweise passte. Wir waren alle begeistert und luden sie zur nächsten Übungsstunde ein. Pünktlich um acht kam Julia und probte mit dem Posaunenchor für die Goldene Hochzeit von Heide und Gerhard! Am Sonnabend um elf Uhr zur Feier bekam sie frei und spielte beim Fest in der Kirche mit. Am Dienstag war ihre Zeit in Amelinghausen schon vorbei.

Julia fiel wie ein Sonnenstrahl bei uns ein und zauberte mit ih-rem Charme und ihrem freudi-gen Eifer ein Lächeln auf unsere abgeblasenen Lippen und in unsere Herzen.

Gott sei Dank für diese segens-reiche Begegnung; und dass die Musik Julia noch viele schöne Begegnungen beschert!

 

Anneken und Magda Kruse

Predigttagebuch

 

Ein bisschen Werbung in eigener Sache: Auf dem 9. Lutherischen Kirchentag der SELK in Erfurt gab es viel zu bestaunen. In den Gottesdiensten und Andachten konnte man sich geistlich stärken, in den Konzerten für das seelische Wohl sorgen und in den Workshops neue Impulse für sein Glaubensleben bekommen. In diesem Rahmen haben wir, Vikar Diedrich Vorberg und ich (Studentin Claudia Matzke) einen Workshop zum Thema Predigttagebuch angeboten. Dazu hat uns insbesondere das "Hörbuch" unseres gemeinsamen Lehrers Christoph Barnbrock inspiriert. Wir haben Ideen erarbeitet, wie man die neue Aufmerksamkeit, die das Hören der Predigt erfährt, in praktische Tipps umsetzen kann. Ausprobieren lohnt sich! Wer mehr über das Projekt erfahren möchte, ist herzlich eingeladen, auf unserer brandneuen Homepage www.predigttagebuch.de vorbeizuschauen.

Esther Abliganz im FSJ-Kirchenmusik

 

Im Novemer 2017 genossen die Gemeinden in Hörpel und Sottorf zum ersten Mal die musikalischen Künste von Esther Abliganz. Als FSJlerin der Kirchenmusik unter Antje Ney hat Esther viele Einsätze in den beiden Gemeinden gehabt. Sei es in einem Kindermusical (November 2017), in zahlreichen Gottesdiensten oder auch im Abschlusskonzert, das im Januar 2018 unter Beteiligung von vielen Sängern aus angrenzenden Bezirksregionen stattfand. Esther selbst begeistert sich nicht nur für die Orgel und das Klavier, sie hat auch Freude am Posaunen- und Flötenspiel, sowie am Gesang. Bei einem Vortrag vor dem Abschlussgottesdienst dankte sie allen, die sie mit Unterkunft und Transportmitteln bei ihrer Arbeit unterstützt haben. Unser Dank gilt besonders Esther, die unsere Gemeinde mit ihrer Musik so schön bereichert hat und Antje Ney, die in ihrer Planung der Einsatzmöglichkeiten von Esther an unsere Gemeinden gedacht hat. Esther setzt ihr FSJ aktuell beim Hauptjugendpastor Henning Scharff in Homberg/Efze fort.

 

Filmabend am Freitag, 20. Oktober, 19 Uhr

Der Filmabend anlässlich unseres Gemeindehaus-Jubiläums im vergangenen Jahr fand so viel Zuspruch, dass wir eine solche Veranstaltung auch in diesem Jahr anbieten möchten.

Gezeigt wird die Komödie „Willkommen bei den Hartmanns“, ausgezeichnet u.a. mit dem Deutschen Filmpreis als besucherstärkster Film des Jahres 2017. Familie Hartmann stehen turbulente Zeiten bevor, als Mutter Angelika (Senta Berger), eine ehemalige Lehrerin, nach dem Be-such eines Flüchtlingsheims beschließt, gegen den Willen ihres Mannes Richard (Heiner Lauterbach) mit Diallo (Eric Kabongo) einen der dortigen Bewohner bei sich aufzunehmen. Und bald füllt sich das Haus noch weiter. Denn Tochter Sophie (Palina Rojinski), Dauerstudentin auf der Flucht vor einem Verehrer, und der Burnout-gefährdete Sohn Philipp (Florian David Fitz) samt Enkel Basti (Marinus Hohmann) ziehen wieder zu Hause ein. Wirrungen und Turbulenzen sind vorprogrammiert.

Im Anschluss gibt es Gelegenheit zum Klönen bei Knabbereien und Getränken.

 

 

Die Zukunft der Kirche gestalten

Die Strukturkommission des Kirchenbezirks bittet um unsere Mithilfe: Wie werden, können Gemeinde und Kirche 2032 aussehen? Dazu wird in Sottorf am Mittwoch, den 13. September 2017, ab 19.00 Uhr eine Zukunftswerkstatt stattfinden, für die alle um ihr Mitwirken gebeten sind.

 

Ein Jahr verLuthert

Nach einer zehnjährigen Vorbereitungszeit lässt es sich nicht mehr aufhalten: das Jahr 2017 ist da, und es ist dem Reformationsgedenken gewidmet.

 

Am 31. Oktober 2016 fand in der St. Marienkirche in der Mitte Berlins der offizielle Eröffnungsgottesdienst für das Gedenkjahr statt. Dafür wurde wohl beinahe alles aufgefahren, was der Protestantismus so zu bieten hat. Das Fernsehen hat die einstündige Veranstaltung übertragen. Mich hat es nicht erreicht – trotz schöner Bilder, festlicher Musik, sehenswerter und nicht so toller Aktionen, trotz Bewegung Kanzel rauf und runter, trotz wertvoller Utensilien, an welche Luthers Hand gerührt hat, obwohl Prominente an-wesend waren und Liederstrophen in kleinen Portionen serviert wurden.

Woran das gelegen hat? Genau weiß ich es nicht; vielleicht weil mich die ganze Zeit das unbehagliche Gefühl nicht losließ: Ich bin hier bloß Publi-kum. Ein Zuschauer, der beschallt, bebildert und belehrt wird.

Meine Vermutung: Wenn wir Sonntag um Sonntag um Feiertag unsere Gottesdienste feiern, mal gut mal weniger gut besucht, von vielen vorbe-reitet und mitgetragen, mit innerer Anteilnahme und Liebe zum Herrn, der hier sein Aufgebot um sich versammelt … kommt zum Ausdruck, was die Reformation zum Ziele hatte: daß an einem Ort zu einer Zeit »unser lieber Herr selbst mit uns rede durch sein heiliges Wort und wir umgekehrt mit ihm reden durch unser Gebet und Lobgesang« (Martin Luther). Und wir als solche Menschen im Gespräch mit Gott uns senden lassen in die Welt voller Stimmen und Ansprüche; als Zeugen für Gottes Anspruch auf unser Leben und seinen Zuspruch zu unserm Dasein.

Und Luther soll auch vorkommen. In den Gottesdiensten der nächsten sechs Monate. Wir wissen wohl, dass das Thema Reformation mehr umfasst als die Person, Erfahrung und das Werk dieses Wittenberger Reformators. Aber am besten macht man doch das, was man am besten kann, und beschäftigt sich mit dem, wo die Ausbeute am größten ist. Konkret heißt das:

Los geht es am 2. April mit »Wie man sich so sieht: Lutherbilder«, Gottesdiensten mit Lesungen zu, über und von Luther.

»Segensreich« – reich an Segensliedern, musiziert vom Sing- und vom Posaunenchor der Pella-Gemeinde Sottorf unter Leitung von Anneken Kruse ist der Gottesdienst am Sonntag Rogate, 21. Mai, um 10.00 Uhr. Ja, es geht auch um das Beten, um die Hilfestellung, die Martin Luther hierfür gibt durch seinen Morgen- und Abendsegen.

»Gotteskasten oder ein Kasten fürs Gemeinwohl«. Der 25. Juni, ein Sonntag, an dem wir die Kollekte für das Diasporawerk sammeln, nimmt mit der Kirchen- und Armenordnung die lutherische Wohlfahrts-pflege in den Blick, so etwas wie eine evangelische Soziallehre.

Für unseren Gottesdienst im Freien, auf dem Emhoff in Wilsede (den wir in diesem Jahr auf den 6. August, 11.oo Uhr, vorverlegen mussten) bietet sich »Luthers Tierleben« an.

Der Gottesdienst am Sonnabend vor dem Heideblütenfest in Amelinghausen, dem 19. August um 19.00 Uhr, wird, wie im vergangenen Jahr, ein musikalischer Gottesdienst sein. Wir feiern ihn also zusammen mit »Luthers (gar nicht so) heimlichem Schwarm: Frau Musica«.

Der Drittletzte Sonntag des Kirchenjahres am 12. November kommt gerade recht, um sich dem zu öffnen, was Martin Luther vom Weltende wirklich gesagt und gedacht hat. Es geht natürlich um »das Apfelbäumchen«.

Der Ewigkeitssonntag, der 26. November, reißt den Horizont auf. Oder den Himmel? Wir werfen einen Blick auf das Leben der zukünftigen Welt. Und sehen vor uns »Bilderfluten. Von der Bereitung zum Sterben«.

Für den Gottesdienst am Gedenktag der Reformation kehren wir am 31. Oktober zurück an den Ursprungsort unserer Gemeinden hier in der Heide, feiern in der Großen Kreuzkirche in Hermannsburg.

Die Bedeutung der Reformation für uns heute: was werden wir entdecken? Hineingezogen in ein mitreißendes Geschehen?                           

Alberto Kaas, Pastor

 

 

Mitarbeitertag des Kirchenbezirkes Niedersachsen Ost der SELK am 25.02.2017 in unserem Pella-Gemeindehaus

Das Leitthema des Tages kreiste um die Gestaltungsmöglichkeit unserer Gottesdienste.

Referent war Pastor Peter Matthias Kiehl von der Kleinen Kirche am See in Darmstadt-Kranichstein. Er war also von weither angereist. Als Studienkollege unseres Superintendenten Bernhard Schütze und unseres Pastors Alberto Kaas in deren Oberurseler und Erlanger Zeit war es ein Treffen unter Freunden und Glaubensgeschwistern.

Superintendent Schütze brachte es in seiner Begrüßung gleich auf den Punkt, als er zur Einführung auf das Thema vom Glauben sprach, so wie es unser aller Verständnis ist.

Pastor Kaas machte dann im Rahmen einer morgendlichen Andacht einen kleinen Schlenker auf den am Vorabend im Fernsehen gelaufenen Film von unserem Reformator Dr. Martin Luther und seiner Frau Katharina. Wir be-finden uns ja nun auch im Jubiläumsjahr der Reformation. Auf dessen Wir-ken hin geht im Wesentlichen die Agende unserer Kirche sowie auch die der mit uns in der lutherischen Ökumene verbundenen Kirchen zurück.

Pastor Kiehl sieht eigentlich zwei Kernbereiche, mit denen er sich in seinen Ausführungen vorrangig befassen möchte. Es ist einmal die Frage nach den Abläufen unserer Gottesdienste und zweites die Frage, wie es um die Beichte im Ablauf der Gottesdienste bestellt ist.

Dazu verteilte er an alle Tagungsteilnehmer drei vorbereitete Zettel: einen grünen Zettel mit der Fragestellung »Was finde ich gut an der gegenwärtigen Gottesdienstgestaltung«. Auf einem roten Zettel möchte er wissen, »wie wir unseren Gottesdienst feiern und welche Anregungen für Änderungen wir vorschlagen würden«. Auf einem weißen Zettel suchte er nach »Meinungen, Anfragen und Anregungen zur Gestaltung der Beichte«.

Der Gottesdienst hat viel mit Tradition zu tun, sagte P. Kiehl und begann mit dem Gottesdienstablauf zur Zeit der Apostelgeschichte, also vor nahezu 2000 Jahren. Damals wurde sehr viel vorgelesen, ausgelegt, gebetet und Brot und Wein ausgeteilt. Erwähnt wurde von ihm dann, wie der Ablauf ca. 200 Jahre später war, zur Wirkungszeit des Papstes Hippolyt. Zur Zeit Karls des Großen sah der Ablauf so aus, wie man ihn in Rom zelebrierte:

Es waren Teile im Gottesdienst, die immer gleich waren, und dann Bereiche, die abgewandelt werden durften. So ist es ja heute noch. Das Glaubensbekenntnis wurde erst ca. 1000 Jahre nach Christi Geburt eingeführt. Zu der Zeit Martin Luthers hat es mehr neue Impulse gegeben. In Norddeutschland hat Johannes Bugenhagen, ein Freund Luthers, im Rahmen der Reformation der norddeutschen und der nordischen Länder sehr große Änderungen eingebracht. Luther hat allerdings auf eine hohe Einheitlichkeit Wert gelegt. In der Zeit des Pietismus wurde dann vieles sehr unter-schiedlich gehandhabt.

Im 19ten Jahrhundert – die Zeit, in der von Seiten der Staaten Kirchenunionen vorangetrieben wurden, als auch daraufhin die ersten Freikirchen sich herauszulösen begannen – gab es eine deutliche Rückbesinnung auf Bibel und Bekenntnis. In den 60er und 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts setzte dann doch wieder eine Modernisierung ein – z.B. Einzug der Gitarrenmusik zur Begleitung von Liedern und Texten. Heute sagt man, dass die Gottesdienstgestaltung eine Aufgabe für die Gemeinde sei und Traditionen wollen gepflegt sein.

Zusammenfassend sprach Pastor Kiehl noch einmal die Reihenfolge von Eingangsteil, Wortteil, Sakramentsteil und Schlussteil an und nannte sie eine vertikale wie auch horizontale Verbindung.

Die verteilten Zettel, teilweise mit vielen Argumenten und Fragen verse-hen, wurden zum Ende des vormittäglichen Vortragsteiles eingesammelt und schmückten die Große Trennwand des Gemeindesaales. Sie warteten als Herausforderung auf eine Entschlüsselung, für welche die Gruppenarbeit am Nachmittag vorgesehen war.

Dann am Nachmittag, nachdem die Gruppe sich durch eine Viel-zahl an ge-schmackvollen kräftigen Suppen und Puddings hindurchgearbeitet hatte, ging es noch einmal ins Eingemachte, wie man so schön sagt.

Pastor Kiehl rekapitulierte die Themenstellung vom Vormittag. Dazu die Fragestellung nach der »Beichte, wie wir sie in unseren Gemeinden hand-haben«. Ein wichtiges Anliegen, so wie es als Abfrage auf dem weißen Zettel am Vormittag verteilt war, kam so auch zur Sprache.

Nach P. Kiehl ist nicht die Beichte selbst das entscheidende Anliegen in der heutigen Zeit, sondern es geht um die Buße, und die kommt mehrfach in all unseren Gottesdiensten vor. Es wurde lebhaft sowohl im Rahmen der Gruppenarbeit, als auch hinterher in der Aufarbeitung des Tagesgeschehens diskutiert. Diskussionspunkte gab es so viele, dass es zu einer Sichtung und Aufarbeitung der Fragestellungen aus der Zettelwand kaum noch gereicht hat. Bleibt abschließend die Erwartung, dass wir in unseren Gemeinden die eine oder andere Reaktion auf die Tagung in Zukunft spüren werden, und ich schließe diesen Bericht noch einmal mit einem herzlichen Dank an den Referenten, Pastor – oder wie man im Süden unseres Landes vorwiegend sagt – Pfarrer Peter Matthias Kiehl.

Wilhelm Kruse

 

 

Ein Stück Gemeindegeschichte

Karin und Heinz Schätzel und unsere Pella-Gemeinde.

 

Karin und Heinz Schätzel, ein Pastorenehepaar, das seine Liebe zu unserer Pella-Gemeinde immer wieder zum Ausdruck gebracht und gelebt hat: Es passt in den Rahmen unseres Jubiläums „20 Jahre Gemeindehaus“, dass wir die Zeit mit ihnen nicht unerwähnt lassen. Obwohl Pastor Heinz Schätzel nie berufener Pastor unserer Sottorfer Pella-Gemeinde gewesen ist, sondern nur hin und wieder sonntägliche Vertretungsdienste von Scharnebeck aus wahrgenommen hat, betonte Heinz Schätzel immer wieder, dass er für unsere Pella-Gemeinde eine Schwäche hatte. Wir von der Pella-Gemeinde haben ihn und seine Frau schätzen gelernt. Wir haben uns dann umso mehr gefreut, dass Pastor Schätzel just in dem Moment in den Ruhestand ging, als Pastor Walesch wegberufen wurde, und unsere Gemeinde von 1994 bis 1995 als Vakanzvertreter unter seine Fittiche nehmen konnte, die Zeit, in der wir unser Gemeindehaus gebaut haben.

 

Pastor Schätzel konnte nicht nur dem Kirchenvorstand, sondern der ganzen Gemeinde ins Gewissen reden, ohne dass wir es ihm übelgenommen, uns von ihm abgewendet oder aufbegehrt hätten. Mit seiner letzten Predigt hat er dann noch einmal wieder gezeigt, dass wir einen großen Prediger und Seelsorger geschenkt bekommen hatten. Er war ein Vollblutlutheraner. Seine Predigten waren geprägt von großer Bekenntnistreue. Bescheidenheit und Liebe zu unserem Herrn Christus waren dabei immer bei ihm zu spüren.

 

Er zeigte professionelle Größe bei kritischen Auseinandersetzungen mit falsch denkenden und fragwürdigen modernen Bibelauslegern und war immer hell-wach, wenn es um die Meinungsbilder Anderer und Freidenkender ging wie die Lehraussagen der im Rampenlicht stehenden Hochschulprofessoren und Wissenschaftler. Durch eine besondere Freundschaft zu Joachim Bauck wurde er häufig in die Diskussionen über Rudolf Steiner mit hineingezogen.

 

Mit Frau Schätzel hatten wir plötzlich eine Pastorenfrau gewonnen, die sich während der Bauphase des Gemeindehauses im Stillen an vielen Stellen mit einbrachte.

 

Zu Beginn seiner Dienstzeit ist Heinz Schätzel Vikar in der Parochie Hoechst-Usenborn gewesen. Seine Vikariatszeit setzte er anschließend, zur Entlastung von Pastor Köpsel, in Scharnebeck-Lüneburg weiter fort. Als Pastor haben ihn dann die Gistenbecker berufen. Dort war er Pastor von 1954 bis 1971.

 

Durch seine große Beweglichkeit und Flexibilität bei der Wahrnehmung sei-ner Termine hatte das Thema „Autofahren“ nur im Hinblick auf die rechtzeitige Erreichbarkeit seiner Ziele eine große Bedeutung, und diese Garantie verschaffte ihm immer seine Frau Karin. Sie hatte das „Steuer“ immer fest in der Hand und fährt heute noch gerne Auto.

 

Bei vielen Gesprächen mit Pastor Schätzel konnte ich sein großes Interesse spüren, das er für die ländliche und bäuerliche Lebenswelt zeigte, und dass er viel wissen wollte.

 

Erst kürzlich habe ich mich länger mit seiner Frau Karin Schätzel unterhalten und erfahren, dass sie mit ihrer Familie vor 70 Jahren aus dem Schlesischen Wanleve bei Breslau fliehen musste, und dass sie bäuerlichen Ursprungs war. Und so sehe ich auch diesen Bericht passend eingefügt in die Reihenfolge der 2015 in unserer „Paulla“ veröffentlichten Berichte über die Flucht 1945.

 

Der Großvater von Karin Schätzel, geb. Ziemer, war Pastor der Altlutherischen Kirche. Der Vater war also Pastorensohn und hatte nach seinem Studium zum Dr. agr. den bäuerlichen Lebensweg eingeschlagen. Er hatte eine Frau gefunden, die einen stattlichen Gutsbetrieb mit in die Ehe brachte. Als 1945 die Flucht vor der Tür stand, packte die Mutter in aller Eile das Nötigste zusammen und sie musste sich mit den Kindern auf einem Ackerwagen auf den Weg machen. Sie landeten zunächst im Bayrischen. Nachdem der Vater aus der Gefangenschaft kommend seine Familie wiedergefunden hatte, fiel es ihm schwer, wieder eine bäuerliche Existenz aufzubauen. Er zog mit seiner Familie weiter nach Usenborn in Hessen und wurde stattdessen landwirtschaftlicher Berater in einem Beratungsring. Über diese Lebensphase seines Schwiegervaters hat Pastor Schätzel sich gerne mit mir unterhalten, wenn ich mich im Gespräch mit ihm in unsere bäuerliche Lebenswelt hier in der Heide vertiefte, da ich ebenfalls lange als Ringleiter tätig war.

 

In seiner frühen beruflichen Phase erlebte Pastor Schätzel als Vikar einen besonderen Höhepunkt, auf den ich noch kurz hindeuten möchte. Eine umfangreiche Betrachtung in Form des von dem großen Kantor Hermann Schulz verfassten Berichtes über das große Bläserfest im Innenhof des Welfenschlosses auf der Marienburg am 17. Juni 1951 werden wir in der nächsten Ausgabe der Paulla bringen. Im Rahmen dieses Posaunenfestes durfte Heinz Schätzel als Vikar die Predigt halten über Psalm 27, Vers 1. »Der Herr ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten? Der Herr ist meines Lebens Kraft; vor wem sollte mir grauen?« 

(Bericht von W. Kruse)

 

20. Januar: 20 Jahre – 20 Lieder

Ein ganz besonderes Konzept hatte Anneken Kruse sich ausgedacht für den musikalischen Eröffnungsabend der Veranstaltungsreihe: Aus jedem „Lebensjahr“ des Gemeindehauses erklang eine Originalkomposition bzw. ein Neuarrangement eines älteren Stückes.

Da mochte man erwartet haben, dass mit so neuen Werken nur Schräges und schwer Verständliches ertönen würde. Doch weit ge-fehlt: Meist eingängige, schwungvolle Sätze erfreuten Ohren und Gemüt.

In bunter Folge erklangen Sing- und Posaunenchor der Pella-Gemeinde, der Flötenkreis Hörpel/Sottorf und Benjamin Wroblewski am Klavier. Immer wieder bekamen auch die Gäste die Möglichkeit zum Mitsingen, die gern wahrgenommen wurde.

 

Interessant: Für jedes Jahr wurde zunächst ein Blick geworfen auf wichtige politische, sportliche, kulturelle Geschehnisse in der Welt; ein zweiter galt dann den besonderen Ereignissen in der Gemeinde. Der Abend klang in gemütlicher Runde aus bei Getränken, Snacks und angeregten Gesprächen. Vielen Dank allen, die zum Gelingen beigetragen haben! 

 

Vom Adventsbasar der Pella-Gemeinde

bis zur Vielfältigkeit der deutschen Sprache!

Alle Jahre wieder – Tag der offenen Tür zum Advent ab 15.00 Uhr! 15.15 Uhr – nach längerem Parkplatzsuchen betraten wir unser schönes Gemeindehaus. Heiner besorgt sich leckeren Kuchen und verschwindet im großen Saal – alles wunderschön, weihnachtlich dekoriert. Ich gehe nach oben zu den Kränzen, Schalen, Türgestecken usw. Alles liebevoll von Elisabeth und ihren Mitstreitern und -streiterinnen gewerkelt und jetzt zum Verkauf angeboten. Mich interessieren zuerst die „ungeschmückten“ Adventskränze. Elisabeth erzählt mir, dass 50 (oder waren es noch mehr?) dieser grünen Wunderwerke zur Verfügung standen! Ich hatte dann gerade noch „3“, von denen ich mir meine „2“ aussuchen konnte! Alles an den Mann bzw. die Frau gebracht – prima für die Gemeindekasse.

Nachdem ich mir noch einen weihnachtlichen Topf mit kleiner Lichterkette (batteriebetrieben, man hat ja nicht überall Steckdosen) ausgesucht hatte, machte ich mich auf zu den Angeboten im unteren Bereich: Selbstgebackenes, Gekochtes, Gebasteltes, Genähtes und Gestricktes und die Bücherecke, eine Riesenauswahl!

Alles das von immer denselben fleißigen Helfern zur Verfügung gestellt und auch immer dasselbe „Häuflein“ an den Ständen. Ich glaube, ich kann im Namen vieler (wenn nicht sogar aller) Kirchenmitglieder sagen: „Unsere Hochachtung! Und vor allen Dingen ganz herzlich DANKESCHÖN für so viel Idealismus“. Was unsere eifrigen Damen und Herren – und das ja nicht nur zur Weihnachtszeit – für unsere Kirchengemeinde leisten ist ziemlich einmalig und ganz und gar nicht selbstverständlich! Nochmals Danke, Danke, Danke.

Zu meinem „Grünzeug“ gesellten sich noch Kekse, ‘ne Kerze und natürlich ein Buch. Bepackt wollte ich alles zum Auto bringen und schon die nächste Überraschung nach „Pella“-Art! Liebe Menschen standen bereit, mir (und natürlich vielen anderen) beim Tragen zu helfen. Bei mir war es Karl-Friedrich – danke.

Dann wollte ich mein Glück am Tombola-Tisch versuchen. Ich fragte Marlene, die umringt war von Vielen, die ihre Preise abholen wollten und auch so mit ihr ins Gespräch verwickelt waren, ob noch Lose zu haben sind. „Einen Augenblick, ich komme gleich zu dir“, ließ Marlene mich wissen. „Kein Problem, ich bin nicht auf der Flucht“, meine Antwort. Marlene dreht sich zu mir um, streichelt meinen Arm und sagt, nicht strafend oder entsetzt, sondern mit einem überzeugt dankbaren Blick:  „GOTT sei DANK sind wir das nicht“! und widmet sich wieder ihren Gästen. Wie versteinert und mit runtergeklapptem Unterkiefer stand ich da. Wie konnte ich mit meinen fast 78 Jahren Erfahrungen so gedankenlos daherplappern! Eigentlich wollte ich ja nur sagen, dass ich nicht in Eile bin, dass ich Zeit habe! Wie man sieht, geht das auch anders als mit so einer unüberlegten Floskel. Nie wieder will ich so Banales von mir geben – werde mich sehr bemühen!

Nachdem ich meine 12 Lose aus dem gläsernen Zylinder genommen hatte, habe ich sie in die Westentasche gesteckt, mir eine Tasse Tee genommen und mich nicht zu meinem Mann, der mit Wilhelm, Anton und Herrn Kläs eifrig plauderte, sondern ein bisschen abseits hingesetzt. Dieses „Gott sei Dank sind wir das nicht“ ging mir nicht aus dem Kopf (bis heute nicht). Ich musste es mir einfach von der Seele schreiben.

Jetzt fiel mir ein, dass ich ja eigentlich an dieser Stelle etwas Literarisches schreibe. Aber was ist Literatur? Jemand denkt über ein Thema nach, bringt es mit Wörtern und manchmal auch mit Worten zu Papier, andere lesen es und noch andere machen sich Gedanken darüber oder diskutieren über die vielfältigen Inhalte. Mit dem Material „Wörter im deutschen Sprachgebrauch“ (und da gibt es eine Riesenauswahl) haben schon unsere großen Dichter und Denker von Schiller, Goethe, Theodor Storm, Hermann Löns über Michael Ende bis zu anderen Schriftstellern der Neuzeit unser Leben bereichert.

Man muss also nicht wahllos daherreden!

In diesem Sinne viele angenehme, besinnliche, entspannte, frohe, friedliche glanzvolle, gemütliche, glückliche, himmlische, harmonische, idyllische, kuschelige, leise, lauschige, leuchtende, liebevolle, märchenhafte, romantische, ruhige, schöne, unvergessliche, wohlklingende, wohlwollende, wundervolle, zauberhafte, zufriedene …

oder ganz einfach immer gute und gottbefohlenen Tage im Jahre 2016

Ihre/Eure Edith Henze

 

Parkplatzpflege leicht gemacht
Rechtzeitig vor dem Herbsteinsatz mit Laubharken, Büscheschneiden usw. haben Hans-Jürgen und Dustin Pyritz mit tätiger Unterstützung von Burkhard Ebel den Parkplatz pflege-leichter gemacht, indem die Büsche auf dem Mittelstreifen entfernt und durch Steine zur Markierung ersetzt wurden. Vielen Dank für viele Stunden investierter Freizeit; alle Grundstückspfleger/innen sind begeistert!                        
Marlene Seer

 

Dankeschönnachmittag am Dienstag, 24.3., 15 Uhr

Was du mit Geld nicht bezahlen kannst, bezahle wenigstens mit Dank – so sagt es ein Sprichwort. In diesem Sinne wollen wir unseren jährlichen Dankeschönnachmittag feiern und miteinander einige nette Stunden im Gemeindehaus verbringen. Natürlich wird es wie immer reichlich leckere Torten geben und als besonderes Highlight wieder einen Lichtbildervortrag von Leni Eggers. Dieses Mal entführt sie uns nach Norwegen. Eingeladen sind alle, die sich zum Wohle der Pella-Gemeinde engagieren: ganz praktisch durch Mitarbeit auf allen möglichen Gebieten, durch finanzielle Unterstützung oder nicht zuletzt durch Fürbitte im Gebet.

Bläsermusik im Sommer

Zur Einstimmung auf das Posaunenfest am 06. Juli 2014 in der Lopautalhalle (Herzliche Einladung!) wird der Bezirksbläserchor in der Hippolit-Kirche am Sonntag davor – 29.Juni – um 17:00 Uhr ein Konzert veranstalten. Dieser „kleine Chor“ wird auch in der Lopautalhalle besonders zu hören sein. Zum Posaunenfest werden etwa 150 Blechbläser und weitere 250 (oder mehr) Gäste erwartet. Für Mittagsverpflegung sorgt der örtliche Schlachterei Drewes, und auch zwischendurch gibt es belegte Brötchen, Kuchen und Getränke.

Ökumenischer Pfingstmontagsgottesdienst im Lüneburger Kurpark

Pfingsten als Zeit der Ökumene. Für die Pellagemeinde war es das erste Jahr, dass am Pfingstmontag kein Gottesdienst in der eigenen Gemeinde stattfand. Stattdessen ging es bei Regen in den Lüneburger Kurpark, was aber offenbar keinen abgehalten hat, zu kommen; die Plätze der Konzertmuschel und des Cafés waren fast restlos besetzt. Der von der ACK Lüneburg mit vielseitiger Beteiligung vorbereitete Gottesdienst mit einem 30-köpfigen Posaunenchor und einer kleinen Jugendband des Bardowicker Doms fand bei bestem Wetter und guter Stimmung statt. Die Kinder wurden von den Pfadfindern betreut, sie erfreuten die Gemeinde nach der Predigt mit einem eingeübten Lied. Die Küche der „Neuen Arbeit“ bot Gulaschsuppe und Nudeltopf an, so dass viele an Leib und Seele gestärkt das Pfingstfest ausklingen lassen konnten.

Ökumenischer Himmelfahrtsgottesdienst in der Oldendorfer Totenstatt

Der schon zur Tradition gewordene Gottesdienst der drei Amelinghausener Gemeinden bei zwar kühlem, aber trockenem Wetter war wieder gut besucht. Die Luftballons der Kinder flogen zügig gen Süden. Etwa 20 Bläser begleiteten die Lieder. Das Suppenbuffet der Oldendorfer Frauen (stimmt wohl nicht ganz, es soll auch ein Mann gekocht haben!) war ein vielfältiger Hochgenuss, und auch Nicht-Vatertags-Tourer konnten hier in guter Gesellschaft ein Bier genießen.

Gemeindeausflug nach Bleckede

Am 24. Mai 2014 fuhr ein ganzer Bus voller fröhlicher Leute nach Bleckede. Über 60 Personen waren zusammengekommen, um gemeinsam einen Tag an der frischen Luft zu verbringen. Im dortigen Schloß mit der „Biosphaerium“-Ausstellung (Ausstellungs- und Informationszentrum des Biosphärenreservats Niedersäschiche Elbtalaue) wurden wir in 2 Gruppen über die Besonderheiten der Elbtalaue mit ihrer besonderen Pflanzen- und Tierwelt informiert. Einblicke gibt es in naturwissenschaftliche Bereiche, Wasserwirtschaft und Hochwasserschutz, Geologie und Bionik. So lernten wir z.B., dass der Reißverschluss dem Prinzip der Vogelfeder abgeschaut wurde und der Biberschwanz als Nahrungsspeicher für die Wintermonate dient. Spannend!Besonders interessant waren auch die großen Aqarien und der Biberbau, auch der 20m hohe Aussichtsturm bot tolle Blicke  über die weite Landschaft. Zum Ausruhen bei Kaffee und Kuchen ging es dann weiter in das Fährhaus, wo der Freisitz auch schöne Ausblicke bot und man dem Treiben an und auf der Fähre zuschauen konnte. Einige wagten sogar eine Hin- und Rückfahrt mit der Fähre „Amt Neuhaus“. Vielen Dank allen, die sich an der Organisation beteiligt haben! Wir freuen uns auf den nächsten Ausflug!

Posaunenfest des Bezirks Niedersachsen-Ost am 6. Juli 2014

Wir laden herzlich ein!

Am Sonntag, den 6. Juli, musizieren Bläserchöre aus 18 Gemeinden gemeinsam in der Lopautalhalle in Amelinghausen. Das Fest beginnt um 10 Uhr mit einem Gottesdienst (Predigt: P.i.R. Lienhard Krüger, Lübeck). Nach der Mittagspause geht es um 14 Uhr weiter mit geistlicher Bläsermusik sowie „Gedanken zum Thema“ (P. Jörg Ackermann, Lüneburg). Die musikalische Leitung hat Fritz Pommerien, ein kleiner Auswahlchor wird geleitet von Eckhard Wiewinner.

Kindergottesdienst sowie eine Betreuung für die ganz Kleinen werden angeboten. Auch für warme und kalte Speisen und Getränke ist gesorgt.

Herzlich willkommen in der Heide!

Jetzt wird gebaut!

Endlich ist es soweit - unsere Kirche wird saniert.  Schon seit einiger Zeit ist außen ein Gerüst zu sehen, aber was passiert eigentlich genau? Zur Zeit sind Maurer mit der Reparatur von Steinen und Fugen beschäftigt. Diese sind besonders auf der Wetterseite am Eingang abgeplatzt und rissig. Für den Austausch wurden rund 400 Steine nach Muster der vorhandenen Steine neu gebrannt. Die Buntglasfenster und deren Rahmen wurden ausgebaut und werden in einer Fachwerkstatt repariert. Bald werden die Schalluken und die Seitenfenster des Kirchenschiffs auch aufgearbeitet.Die Bauarbeiten werden voraussichtlich im September 2014 abgeschlossen sein.

Während der Hauptbauzeit finden die Gottesdienste im Gemeindehaus statt.

Osterfrüstück am Ostersonntag

Es ist schon eine gute Tradition in der Pella-Gemeinde, nach dem Gottesdienst am Ostersonntag ein gemeinsames Frühstück zu veranstalten. Auch dieses Jahr gab es wieder ein reichhaltiges Angebot an Speisen aller Art. Die Freude am Sieg unseres Herrn Christus mit anderen zu teilen, ist ein wunderbares Geschenk. Das möchten wir auch gerne weiterhin hinaus in die Welt tragen.

Erster LoGo im Jahr 2014

Am letzten Sonntag, den 23. Februar 2014 fand in der Pella-Gemeinde ein Lobpreisgottesdienst (LoGo) statt. Seit einiger Zeit finden diese Gottesdienste regelmäßig dreimal im Jahr statt. Neben den Gottesdiensten an Heilig Abend und Ostern sind das die Sonntage mit den meisten Besucherzahlen. Dieses Mal stand der Gottesdienst unter der diesjährigen Jahreslosung aus Ps 72,28 "Gott nahe zu sein ist mein Glück". Neben vielen musikalischen Darbietungen wie dem Quartett "Sax noch einmal", Benjamin Wroblewski am Klavier, Leonie Wroblewski an der Harfe und einer Schüler Band war die Predigt ein weiteres Highlight. Dazu hatten wir Pastor Dr. Frank Mertin aus Deutsch Evern eingeladen, der uns lebendig und begeistert in das Thema Glück eingeführt hat. Der Abend wurde abgerundet mit einem reichhaltigen Buffet im Gemeindesaal.