Gottesdienste

Hörpel, 18.03.2020

 

Liebe Geschwister in der Pella-Gemeinde Sottorf/Amelinghausen, in der 

St. Pauli-Gemeinde Hörpel,

liebe Besucher dieser Seite!

Auch wenn wir in dieser Zeit nicht zusammensein können in Gottesdiensten, Gemein-deveranstaltungen, Besuchen und Begegnungen, können wir doch beieinander sein und bleiben. 

Im gemeinsamen Glauben, Gebet und Fürbitte, durch Telefonate oder andere Medien und Kanäle, und in und über allem in dem Herrn, der zu uns hält und uns bei sich erhält in dieser Zeit, diesem Leben – auch unter herausfordernden Umständen.

Er, Christus, sagt seinen Jüngerinnen und Jüngern: 

»Dies habe ich mit euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.« (Johannes 16,33)

Er weiß um die Beklommenheit, die uns erfüllt, weil wir nicht sehen und wissen können, wie alles werden wird. Die Angst, von der er redet, ist nicht die Ängstlichkeit, die wir meinen, wenn wir über jemanden sagen: ‘Ach, ist das aber ein Angsthase!’

Sondern der Herr weiß um »die gebrechliche Einrichtung dieser Welt«. Er sieht, daß wir wie eingequetscht sind von übermächtigen Vorkommnissen; es uns scheint, als könnten wir zerrieben werden unter dem Druck der Verhältnisse – uns je mehr und mehr eingeengt sehen und vielleicht dann auch zunehmend den Mangel spüren an Kontakten, an Bewegungsfreiheit, an gewohnter Zukunftsplanung. 

Vieles, worauf Menschen – auch unter uns – sich gefreut haben, kann nicht stattfinden: die Passions- und Osterzeit, Feste und Feiern, Konferenzen, Urlaube und das ganze reguläre Leben … Die tragende Stütze des Vertrauten und Gewohnten trägt nicht. 

Da tröstet und ermuntert der Herr uns: »seid guten Mutes«, weil Er die Klemme, in der menschliches Leben in dieser Welt immer steckt, endgültig überwunden hat. Durch seinen Weg ans Kreuz, in seiner Auferweckung. Er und nicht wir durch unser Tun; auch nicht durch ein trotziges Beharren auf: ‘Wir lassen uns dies und das nicht wegnehmen.’

Vielleicht ermöglicht diese völlig ungewöhnliche und nie zuvor erfahrene Situation es uns ja, äußerlich mehr und mehr zur Ruhe zu kommen und neu den Zugang zu suchen oder zu erkennen zu dem Frieden, den wir in Jesus, unserm Herrn, haben. 

Dies kann geschehen, wenn wir auch zu Hause ihn zu uns reden lassen – und in allem Gespräch, Gerede, Gerüchten und hilfreichen wie verwirrenden Informationen dieser Tage deutlich von ihm hören: »Seid guten Mutes, ich habe die Welt überwunden«. 

So grüßt Sie/Euch herzlich Ihr/Euer P. Alberto Kaas